BFH Moot Court

Der BFH-Moot Court ist ein steuerrechtlich ausgerichteter Gerichtsspielwettbewerb, in dem Studierende als Anwälte in einem simulierten Verfahren fungieren und sich in Teams miteinander messen. In der Rolle einer Prozesspartei argumentieren die Studierenden-Teams vor einem Gericht, bestehend aus dem BFH-Präsidenten, einem BFH-Richter und je einem Vertreter der Anwaltschaft, der Finanzverwaltung und der Wissenschaft.

In der ersten Phase des Moot Courts ist ein Revisionsschriftsatz zu einem tatsächlich beim BFH anhängigen Verfahren aus dem Bereich des Steuerrechts zu erstellen. Anhand der eingereichten Schriftsätze entscheidet die Jury, welche vier Teams sich für das Moot Court Finale in München qualifizieren. In der zweiten Phase ist von den Finalteams die Revisionserwiderung zu dem zuvor behandelten Fall zu verfassen. Zudem werden Revisionsschrift und -erwiderung zu einem zweiten, ebenfalls beim BFH anhängigen Verfahren erarbeitet. In den Räumen des Bundesfinanzhofes in München findet die mündliche Verhandlung statt und ein Siegerteam wird gekürt.

Die Teilnahme am BFH-Moot Court setzt keine Vorkenntnisse im Steuerrecht voraus und steht damit allen Studierenden offen, die im Zeitpunkt des Moot Court Finales in München noch nicht das Erste juristische Staatsexamen bestanden haben. Für Studierende, die den Schwerpunkt Steuerrecht belegen wollen, ist die Teilnahme an dem Seminar ein idealer Auftakt in das Schwerpunktgebiet. Auch Diplom-Finanzwirte dürfen an dem BFH-Moot Court teilnehmen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist insgesamt etwas zeitintensiver als ein Seminar einzustufen. Der kontinuierliche Studienplan wird aber nicht unterbrochen.

Die erfolgreiche Teilnahme führt zu dem Erwerb eines:

  • Seminarscheins i.S.d. § 5 Abs. 2 Nr. 4 SchwPO
  • Schlüsselqualifikationenzertifikats i.S.d. § 7 Abs. 2 JAG NRW 

Die Heinrich-Heine-Universität nahm 2019 zum ersten Mal am BFH-Moot Court teil und wird auch 2020 wieder ein Team aufstellen. Das aus vier Studierenden bestehende Team wird von Herrn Prof. Dr. Matthias Valta geleitet. Als Ansprechpartner steht Ihnen die Mitarbeiterinnen und undefinedMitarbeiter des Lehrstuhls zur Verfügung. Nähere Informationen zum Bewerbungsprozess werden zu gegebener Zeit veröffentlicht.


Gelungener Düsseldorfer Auftakt in den BFH Moot Court

In diesem Jahr nahm die Heinrich-Heine-Universität erstmalig an dem von der Deutschen Steuerjuristischen Gesellschaft in Kooperation mit dem Bundesfinanzhof ausgerichteten BFH Moot Court teil. Das Team bestand aus Marie Schetter, Julia Markgraf, Niklas Larsson und Jakob Jugovic. Betreut wurde das Team von Frau Laura Katharina Pauli unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Matthias Valta am Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Steuerrecht.

Der BFH Moot Court ist der bedeutendste Moot Court auf dem Gebiet des Steuerrechts im deutschsprachigen Raum. Im Rahmen von simulierten Revisionsverfahren treten Teams teilnehmender deutscher und österreichischer Hochschulen gegeneinander an, um als Vertreter des Steuerpflichtigen oder der Finanzverwaltung ihre Argumente vor einer Experten-Jury zu präsentieren. Im Rahmen der Vorausscheidung reichen die Teams bestehend aus vier Studierenden einen Revisionsschriftsatz zu einem tatsächlich beim BFH anhängigen Fall ein. Eine Experten-Jury wählt im Anschluss die vier besten Teams aus, die sich für die in den Räumen des Bundesfinanzhofs in München stattfindenden Finalrunden qualifizieren.

Das Düsseldorfer Team hat einen Revisionsschriftsatz zu einem tatsächlich beim BFH anhängigen Fall erarbeitet, der die steuerliche Abzugsfähigkeit von Makler-, Rechtsanwalts- und Notarkosten in Zusammenhang mit einem privat genutzten Objekt als Werbungskosten zum Gegenstand hatte. Wenngleich das Team den Einzug in die Finalrunde in München leider verpasste, hat es in mehreren Verhandlungsrunden wertvolle Erfahrungen gewonnen und Freude am sportlichen Wettkampf um das bessere Argument gehabt.

Nachdem das Team im Rahmen von internen Probeverhandlungen gute Fortschritte gezeigt hatte, durften die Studierenden ihre rhetorischen Fähigkeiten vor renommierten Praktikern und Finanzrichtern unter Beweis stellen. Zum Auftakt gastierte das Team in Köln bei der Steuerberatungsgesellschaft WTS, wo der Düsseldorfer Honorarprofessor Herr WP/StB Prof. Dr. Ulrich Prinz gemeinsam mit Herrn RA/StB Bernd Keller und Frau Dr. Sabine Strüder den „Senat“ bildete.

Abgerundet wurde der Moot Court durch eine eindrucksvolle Verhandlung vor dem Finanzgericht Düsseldorf. Das Düsseldorfer Team trat als Vertreter der Finanzverwaltung gegen das Finalisten-Team der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg an. Der Präsident des Finanzgerichts Düsseldorf Harald Junker sowie die Richter am Finanzgericht Dr. Oliver Schilling und Dr. Oliver Rode führten ein intensives und authentisches Rechtsgespräch mit den Studierenden. Beide Teams erhielten großes Lob für ihre kenntnisreichen Präsentations- und Argumentationsfähigkeiten.

 

Wir danken ganz herzlich den diesjährigen Unterstützern des Moot Courts und gratulieren dem Gewinnerteam der Bucerius Law School Hamburg.

Lehrstuhlinhaber

Prof. Dr. Matthias Valta

Gebäude: 24.81
Etage/Raum: U1.50
Tel.: +49 211 81-15868
Fax: +49 211 81-01615867

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