Gelungene Antrittsvorlesung von Hon.-Prof. Dr. Dieter Wiefelspütz

Fotos: HHU / Jochen Müller

Dieter Wiefelspütz, seit dem 19. Oktober 2016 Honorarprofessor an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, stellte sich am 25. Januar 2018 mit einem Vortrag aus dem Gebiet des Parlamentsrechts im Rahmen seiner Antrittsvorlesung erstmals einem breiten Publikum der Juristischen Fakultät vor. Der Einladung zu dieser Veranstaltung im Hörsaal 3C waren zahlreiche Professoren, Studenten, Lehrbeauftragte und Freunde der Fakultät gefolgt. Nach der Begrüßung durch den Dekan Prof. Dr. Lothar Michael stellte Prof. Dr. Martin Morlok in seiner Laudatio das akademische Lebenswerk von Dieter Wiefelspütz dar und zeichnete die wesentlichen Lebenslinien seines ereignisreichen Lebens nach.

Dieter Wiefelspütz, Jahrgang 1946, wurde im westfälischen Lünen geboren, wo er später zunächst auch eine Lehre als Buchhändler absolvierte. Es folgten ein Studium der Rechtswissenschaft an der RUB sowie das 1. Staatsexamen (1975) und das 2. Staatsexamen (1978). Im Anschluss daran war er mehr als ein Jahrzehnt als Richter am VG Gelsenkirchen tätig, ehe er 1987 erstmals in den Deutschen Bundestag gewählt wurde. Dem hohen Haus gehörte er – stets direkt gewählt – bis 2013 an und bekleidete währenddessen diverse Positionen, u.a. als innenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. 2002 wurde er an der Humboldt-Universität zu Berlin zu einem parlamentsrechtlichen Thema promoviert; seit 2005 ist Wiefelspütz – im Übrigen ein bekennender Liebhaber des Werkes des Namenspatrons der Düsseldorfer Universität – Lehrbeauftragter im Schwerpunktbereich 6 („Recht der Politik“). Er ist Autor diverser Fachbeiträge und u.a. auch Mitherausgeber des Standardwerkes zum Parlamentsrecht.

In seinem Vortrag mit dem Titel „Das Bundesverfassungsgericht als Hüter des Parlamentsrechts“ belegte der Honorarprofessor anhand diverser Entscheidungen des BVerfG seine These, wonach das Bundesverfassungsgericht entscheidende Impulse für die jüngere Entwicklung des Parlamentsrechts geliefert hat und dabei bspw. die Rechte der Opposition bzw. einzelner Abgeordneter gegenüber der Regierung stärkte. Auch wenn zuallererst das Parlament selbst in der Pflicht sei, seine Rechte durchzusetzen, so sei Karlsruhe als „Hüter des Parlamentsrechts“ inzwischen wohl nicht mehr wegzudenken.

Im Anschluss an die Vorlesung bot sich allen Beteiligten die Möglichkeit, im Rahmen eines kleinen Empfangs die eine oder andere These noch einmal zu diskutieren.

Fotos: HHU / Jochen Müller
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