Fachschaft und ELSA diskutieren mit hochrangigen Politikern

Zwei Spitzenpolitiker waren an der Juristischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität zu Gast: Der Oppositionsführer im Landtag, Thomas Kutschaty, und der Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf, Thomas Geisel. Die Veranstaltungen mit den prominenten Gästen, die beide selbst Juristen sind, hatten zwei studentische Initiativen organisiert, die Fachschaft Jura und die European Law Students Association (ELSA).

Stadtoberhaupt Thomas Geisel sprach – moderiert von ELSA-Präsident Jakov Gerber und Samira Boujnoun – über „Wirtschaft, Wohlstand, Wohnungsnot“ in Düsseldorf. Die Landeshauptstadt steht vor einem Luxusproblem: Die Wirtschaft brummt, die Stadt wächst. Die hohe Attraktivität, die auch Studentinnen und Studenten an die vielen Hochschuleinrichtungen in Düsseldorf zieht, hat den Preis, dass bezahlbarer Wohnraum knapp ist. Geisel stellte verschiedene Projekte der Stadt-entwicklung vor. Dass es eine Herausforderung bleibt, die Stadt mit der sechstgrößten Bevölke-rungszahl in Deutschland auf einer Fläche unterzubringen, die nur die 73.-größte in Deutschland ist, wurde deutlich. Die Veranstalter von ELSA Düsseldorf freuten sich übrigens, dass auch Uni-Rektorin Anja Steinbeck zu dem Abend mit dem Oberbürgermeister gekommen war.

Der ehemalige Landesjustizminister Thomas Kutschaty, der kurz zuvor zum Fraktionschef der SPD im Landtag gewählt worden war, diskutierte auf Einladung der Fachschaft mit dem Düsseldorfer Juraprofessor Rupprecht Podszun über „Recht im Unrecht“ und die Lehren der NS-Vergangenheit für die Juristenausbildung. Der Abend, moderiert von Fachschaftsrat Frederik Orlowski, war Teil der Fachschafts-Ringvorlesung. Zuvor hatten in dieser Reihe Janwillem van de Loo über die Umbenen-nung des BGB-Kommentars „Palandt“ (wegen der Nazi-Verstrickung von Otto Palandt) und Philipp Gräbke vom Rosenburg-Projekt über die „braune Vergangenheit“ des Bundesjustizministeriums gesprochen. Zahlreiche Studentinnen und Studenten diskutierten engagiert über die Frage, ob im Jurastudium stärker Werte und Grundlagen vermittelt werden müssen. Denn als klassische „Staatsdiener“ sind Juristen durchaus anfällig dafür, im Namen von totalitären Regimen zu Mittä-tern oder Mitläufern zu werden. Zugleich haben sie als Vertreter des Rechtsstaats eine besondere Verantwortung. Kutschaty betonte ausdrücklich, wie sehr es ihn freut, dass gerade Studierende diese Themen wieder auf die Tagesordnung setzen.

Prof. Dr. Podszun hat seine Position in einem Beitrag für Legal Tribune Online erklärt, der hier auf-gerufen werden kann: undefinedhttps://www.lto.de/recht/studium-referendariat/s/ns-unrecht-ausbildung-jura-studium-politik-verstaendnis-rechtsstaat/

Die Rheinische Post hat über die Veranstaltung mit Thomas Geisel berichtet. Der Text von Robin Hetzel ist hier abrufbar: undefinedhttps://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/geisel-diskutiert-mit-studenten-ueber-das-wohnen_aid-22827447

 

 

 

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