Diskussionsrunde zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie

v.l.n.r: Frau Dr. Dagmar Weier, Frau Prof. Dr. Katharina Hilbi-Lugani und Herr Dr. Tilmann Büttner

Am 7. Juli 2016 lud die Fakultätsgleichstellungsbeauftragte Frau Prof. Dr. Katharina Hilbig-Lugani bereits zum zweiten Mal Studierende und wissenschaftliche Beschäftigte zu einer Veranstaltung der Reihe „Juristinnen und Juristen im Dialog“ ein. Im Fokus der Diskussionsrunde stand dieses Mal die Frage der „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ - ein allgegenwärtiges Thema, das insbesondere angesichts des demografischen Wandels zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Frau Dr. Dagmar Weier, Rechtsanwältin und Steuerberaterin bei KPMG, und Dr. Tilmann Büttner, Richter am Landgericht Düsseldorf, diskutierten unter Moderation von Frau Prof. Dr. Katharina Hilbig-Lugani über die von ihnen erlebte Vereinbarkeit von Familie und Beruf und ließen die Zuhörerschaft an ihren persönlichen Erfahrungen teilhaben. Interessante Einblicke gewährte Dr. Tilmann Büttner als er von seiner Erfahrung als Richter in Elternzeit berichtete. Mit der Gewährung des Elternteilzeitanspruchs und einer jederzeitigen Rückkehroption sei die Justiz „ein guter Ort für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“. Dr. Dagmar Weier beleuchtete die Thematik aus unternehmensbezogener Sicht. Spürbar sei für sie im Unternehmen ein generationenbedingter Wertewandel innerhalb der letzten zehn Jahre im Hinblick auf die Verträglichkeit von Beruf und Familie. Dies äußere sich unter anderem in familienfreundlichen flexiblen Arbeitszeitmodellen des Unternehmens. Großes Vorbild seien für sie die Französinnen, mit denen sie im beruflichen Alltag in engem Kontakt stehe und für die Kinder und Karriere eine Selbstverständlichkeit darstellten. Dies sei insbesondere auf die staatliche Förderung und Einrichtung von Kindertagesstättenplätzen und Nachmittagsbetreuungsangeboten in der Schule zurückzuführen. Die Diskutanten waren sich einig, dass vor allem eine gute Kooperation und Kommunikation der berufstätigen Partner, eine gute Organisation sowie familiäre Unterstützung wichtig seien.

Im Anschluss an eine angeregte Diskussion wurden die Gespräche im Rahmen eines geselligen Get-togethers vertieft und die Zuhörerinnen und Zuhörer nutzten die Chance eines persönlichen Austauschs mit den Diskutanten.

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