IN-HOUSE MOOT COURT "ZIVILRECHT"

Seminarschein mit Anwaltspraxis

Der Düsseldorfer In-House Moot Court stellt sich vor ...

Ein Moot Court ist eine simulierte Gerichtsverhandlung. Studierende führen in der Rolle von Rechtsanwälten fiktive Prozesse. Die Juristische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf nimmt bereits seit Jahren erfolgreich an international ausgetragenen undefinedMoot Court Competitions teil. Was ist aber mit Zivilprozessen vor dem Landgericht Düsseldorf, Werdener Straße 1, 40227 Düsseldorf?

Die Juristische Fakultät der HHU bietet zusammen mit dem undefinedLandgericht Düsseldorf einen "In-House Moot Court" im Zivilrecht an. Die Veranstaltung richtet sich an Studierende, die die Pflichtfachvorlesungen der Semester 1-3 (u.a. ZPO I) bereits gehört haben. Moot Court-Teilnehmer erhalten ein Teilnahmezertifikat ("Schlüsselqualifikation"). Außerdem können Seminarscheine (vgl. § 5 Abs. 2 S. 2 Nr. 4 SchwPO) erworben werden.

Wie läuft der Moot Court ab?

Es gibt zwei verschiedene Fälle, die verhandelt werden. Maximal 24 Studierende (max. 12 Teilnehmer pro Fall) können teilnehmen. Der Moot Court beginnt mit einer Vorbereitungsphase, in der an den Falllösungen gearbeitet wird („schriftliche Kurzlösung“).

Erst wenn die Vorbereitung abgeschlossen ist, werden im Rahmen eines Besprechungstermins aus den Teilnehmern „Anwalt-Teams“ gebildet. Jedes Team muss zu dem vorbereiteten Fall einmal die Rolle der Klägeranwälte und einmal die Rolle der Beklagtenanwälte annehmen und gemeinsam „Schriftsätze“ verfassen.

Verhandelt werden die Fälle unter dem Vorsitz eines Berufsrichters in den Räumen des LG Düsseldorf.

Dabei wird keiner „ins kalte Wasser geworfen“. Neben begleitenden Veranstaltungen zur „Theorie“ gibt es praktische Unterstützung durch „echte Anwälte“ im Rahmen eines Übungstermins! undefinedsiehe: Reglement

Wie lange dauert der Moot Court?

Die Fälle werden zum Ende der Vorlesungszeit des Wintersemesters ausgegeben, so dass die vorlesungsfreie Zeit zur Vorbereitung genutzt werden kann. Die Schriftsatzphase, in der die wechselseitigen Schriftsätze (Klageschriften, Klageerwiderungen, Repliken) verfasst werden, findet während der Vorlesungszeit des Sommersemesters statt. Der Moot Court endet mit den mündlichen Verhandlungen im Landgericht zum Ende der Vorlesungszeit im Sommersemester. undefinedsiehe: Ablaufplan

Wann müssen Sie sich entscheiden?

Zum Ende der Vorlesungszeit des Wintersemesters findet eine Informationsveranstaltung statt. Wer am Moot Court teilnehmen möchte, meldet sich bis zu dem gesondert bekannt gegebenen Termin undefinedper Mail  schriftlich unter Angabe von Fachsemester und Matrikel-Nummer an.

Wer einen Teilnehmerplatz zugesagt bekommen hat, muss sich binnen einer Woche verbindlich erklären, ob der Platz angenommen wird. Der In-House Moot Court lebt von der gemeinsamen Arbeit! Einer muss sich auf den anderen verlassen können. Wer einen Teilnehmerplatz angenommen hat, verpflichtet sich deshalb im Interesse der kollegialen Zusammenarbeit zur Mitarbeit im Team bei der Erarbeitung der Schriftsätze und zur Teilnahme an der mündlichen Verhandlung.

Welche Leistungen müssen zum Erwerb eines Seminarscheins erbracht werden?

Wer einen Seminarschein erwerben möchte, muss aktiv im Moot Court mitarbeiten und insbesondere eine eigene Kurzlösung einreichen. Darüber hinaus ist eigenständig eine Themenarbeit zu einer auf den Fall bezogenen prozessualen Frage zu verfassen, deren Umfang zehn Seiten nicht überschreiten soll („schriftliche Seminarleistung“). 

In-House Moot Court im Zivilrecht

Ayda Sayyah

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