HHU StartJuristische FakultätVortragsreihe 25 Jahre Juristische FakultätWas heilt Kunst? Die späte Rückgabe von NS-Raubkunst als Mittel der Vergangenheitspolitik

18.05.2020 19:00 Uhr

Was heilt Kunst? Die späte Rückgabe von NS-Raubkunst als Mittel der Vergangenheitspolitik

Prof. Dr. Sophie Schönberger

Nicht erst seit dem Fall Gurlitt gelangt mit der Restitution von NS-Raubkunst ein vermeintlich abgeschlossener Teil der Vergangenheitsaufarbeitung wieder mit Wucht in die gegenwärtige Debatte. Über Bedingungen und Modalitäten wird weiter intensiv gestritten, ohne dass dabei der Akt der Wiedergutmachung als sozial anspruchsvoller Rückgabeprozess verstanden wird.  Dabei gerät oft aus die Tatsache aus dem Blick, dass das Zurückgeben nur als bewusste vergangenheitspolitische Maßnahme eingesetzt werden kann, die einer aktiven narrativen Einbettung auf der Seite der Zurückgebenden bedarf. Dass sich die heutigen Restitutionen im Wesentlichen auf Kunstwerke beschränken, wirft zudem die Frage auf, welche besondere Funktion gerade die Rückgabe von Kunst erfüllt. Kunstwerke eignen sich insofern zwar einerseits in spezieller Weise als vergangenheitspolitische Projektionsfläche, können im Ergebnis historische Wunden aber nicht nur heilen, sondern auch aufreißen.

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