Am 3. und 4. Juli 2025 fand in der beeindruckenden Kepler Hall der Johannes Kepler Universität Linz das nunmehr vierte Düsseldorf–Linz-Symposium zum Internationalen Zivilverfahrensrecht (DLS) statt – diesmal unter dem Generalthema Gerichtsstands- und Rechtswahlvereinbarungen und erstmals in der schönen Hauptstadt Oberösterreichs. Veranstaltet wurde die Tagung in zugleich bewährter und erweiterter Formation von Thomas Garber (JKU Linz), Katharina Lugani (HHU Düsseldorf) und Marie-Luise Zirngast (JKU Linz).
Eröffnet wurde die Veranstaltung am Donnerstag zunächst durch den Linzer Dekan Wilhelm Bergthaler, dem wir für seine freundlichen Grußworte, überzeugenden Mahnungen (Gott vergelt’s, aber nicht in Wales! Beware, not Delaware!) und die wohlwollende institutionelle Unterstützung herzlich danken, sodann von Thomas Garber, der den dreifach innovativen Charakter der Tagung hervorhob – erstmals in Linz, erstmals mit Marie-Luise Zirngast als Mitveranstalterin und erstmals mit querschnittsorientierter statt instrumentenspezifischer Perspektive.
Das inhaltliche Programm begann mit einer Ouvertüre über “Europa wählt!” von Katharina Lugani. Daran schloss sich der pointierte Beitrag von Florian Heindler zum Anwendungsbereich der Gerichtsstands- und Rechtswahlvereinbarungen unter besonderer Berücksichtigung des Auslandsbezugs an. Matthias Neumayr moderierte die anschließende Diskussion mit ruhiger Souveränität und scharfsinnigen Nachfragen.
Nach der Pause beleuchteten Johanna Schüller und Lisa Stroblmair in einem hervorragend abgestimmten Tandem die wählbaren Rechtsordnungen und Fora und machten überzeugende Vorschläge de regulatione ferenda, bevor Thomas Garber und Claudia Rudolf sich in einem gemeinsamen Beitrag der Formanforderungen von Gerichtsstands- und Rechtswahlvereinbarungen annahmen und durch ihrem umfassenden Ansatz und methodische Klarheit überzeugten. Matthäus Uitz schloss den ersten Tag mit einem erkenntnisreichen Referat zu Abschluss, Auslegung und Änderung entsprechender Vereinbarungen. Die Diskussion unter Leitung von Christine Budzikiewicz und Sebastian Laister war ein würdiger Schlusspunkt eines intensiven Tages.
Der Freitagvormittag brachte weitere Höhepunkte: Kathrin Kroll-Ludwigs bewies in ihrem Beitrag zu den Wirkungen von Gerichtsstands- und Rechtswahlvereinbarungen Meinungsstärke, Thomas Aigner steuerte ein souveränes Panorama der Grenzen solcher Vereinbarungen bei. Carsten Koller moderierte die anregende Diskussion.
Nach der Pause nahm Dominik Schindl die Absicherung von Gerichtsstandsvereinbarungen in den Fokus – ein Thema von dauerhaft hoher praktischer Brisanz –, während Eva Dobrovolna in ihrem Referat die Frage des Auslandsbezugs fundiert erschloss. Robert Fucik führte durch die Diskussion mit scharfsinnigem Blick für das Zusammenspiel der Beiträge. Den Dank und Abschluss übernahm Marie-Luise Zirngast.
Die Veranstaltung war geprägt von einem durchweg hohen wissenschaftlichen Niveau aller Beiträge und Moderationen. Alle Referierenden hatten hervorragend ausgearbeitete Vorträge und Präsentationen, die Diskussionen waren substanzreich und lebendig, und die gute Stimmung und kollegiale Wärme überzeugten auf ganzer Linie. Die Gespräche am Rande der Veranstaltung, beim Kaffee wie beim Ausklang, vertieften den Austausch.
Ein herzlicher Dank gilt allen Referierenden und Moderator:innen, dem engagierten Organisationsteam sowie der Johannes Kepler Universität Linz für die Gastfreundschaft und unseren Förderern für die großzügige Unterstützung. Besonders danken wir Marie-Luise Zirngast für ihren unermüdlichen Einsatz hinter den Kulissen. Wir freuen uns auf das nächste Düsseldorf-Linz-Symposium und auf ein Wiedersehen im Geist des offenen, kritischen und freundschaftlichen Dialogs am 24./25.9.2026 auf Schloss Mickeln zum Thema „30 Jahre KSÜ“.