Daniel Busche - Verwaltungsautomation 2.0 - Automatisiert erlassene Verwaltungsakte im Bereich von Spielräumen
Worum geht es in Ihrer Doktorarbeit?
Das Werk behandelt den automatisierten Erlass von Verwaltungsakten aus rechtsdogmatischer, rechtstheoretischer und technischer Perspektive. Es werden die automationsbezogenen Vorschriften in VwVfG, AO und SGB X systematisch erschlossen und im Anschluss unter Einbezug rechtstheoretischer und technischer Erkenntnisse rechtspolitischer Änderungsbedarf aufgezeigt. Inhaltlicher Schwerpunkt der Untersuchung ist dabei das Verhältnis von automatisiert erlassenen Verwaltungsakten und Spielräumen.
Was sind Ihre zentralen Ergebnisse?
Der automatisierte Erlass von Verwaltungsakten ist auch beim Bestehen eines Spielraums im Grundsatz zulässig. Unzulässig wird der Einsatz erst, wenn möglicherweise besondere Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen sind. Eine einzelfallbezogene Spielraumausübung übersteigt auch die gegenwärtigen technischen Möglichkeiten. Allerdings deutet der Einsatz von LLMs die Möglichkeit der Überwindung auch dieser technischen Grenze an.
Wie geht es nun bei Ihnen weiter?
Ich bleibe der Wissenschaft verbunden und bearbeite nun ein Habilitationsprojekt zum Thema "Gewaltenverteilung im Klimaschutzrecht" bei Prof. Dr. Charlotte Kreuter-Kirchhof.
Betreuung und mündliche Prüfung
Betreuende/r Professor/in: Prof. Dr. Lothar Michael
Tag der mündlichen Prüfung: 01.03.2023