DissKurs – Das fakultätsinterne Doktorandenseminar
Am 26. März fand an der Juristischen Fakultät die zweite Auflage des doktorandeninternen Kolloquiums „DissKurs“ statt. Die Veranstaltung zielt auf einen fakultätsinternen Austausch ab, in dem Raum für Feedback in einem lockeren Setting gegeben ist. Organisiert wurde die Veranstaltung von Noah Laß, Elisabeth Wondracek, Thomas Drews, Norina Eicher, Wilko Gerber, Simone Scholten und Sefqan Bendes.
Den inhaltlichen Rahmen setzte zu Beginn ein spannender Impulsvortrag von Prof. Anne Schneider. Unter dem Titel „Was macht eine gute Dissertation aus?“ beschrieb sie die Beziehung, die man zu seiner Dissertation hat. Sie gab hierzu einen Gesamtüberblick zu Themenfindung, Ausarbeitung, methodische Herangehensweise und sprachliche Gestaltung. Ihre Ausführungen boten nicht nur wertvolle Orientierung für den eigenen Forschungsprozess, sondern dienten im Verlauf des Tages immer wieder als Maßstab für die Diskussionen und Vorträge.
Im Anschluss präsentierten fünf Promovierende ihre Arbeiten (s.u., v.l.n.r.): Sven Dümpelmann forscht zur Einschränkung des Art. 12 GG durch die Bewertung von Prüfungsleistungen. Hierbei ging er insbesondere auf das Verhältnis der Gleichheitsrechte zur Berufsfreiheit ein. Leon Wardelmann forscht zu Innovationsbarrieren durch Wettbewerber. In seinem Vortrag präsentierte er einen Entwurf zum Schema eines einheitlichen Verletzungstatbestandes im Kartellrecht. Havva Nur Süer forscht zu prozessrechtlichen Besonderheiten in der Haftpflichtversicherung unter besonderer Berücksichtigung des vorweggenommenen Deckungsprozess. Wilko Gerber forscht zur Wanderbarkeit von Anknüpfungsmomenten im internationalen Familienrecht. Mennan Eker forscht zum Vollstreckungsschaden nach Aufhebung patentrechtlicher Unterlassungstitel. Hierbei wurde insbesondere die Anknüpfung bzw. Kausalität eines Schadens bei hierauf folgenden geschäftlichen Entscheidungen diskutiert. Neben inhaltlichen Fragen wurden auch methodische und organisatorische Herausforderungen diskutiert. In dem Format haben einige Präsentierende die Möglichkeit genutzt, proaktiv nach Ratschlägen oder Tipps zu fragen. Die Teilnehmenden nutzten die Möglichkeit – unabhängig vom eigenen Forschungsfeld – Feedback zu geben und mit zu diskutieren.
Am Nachmittag wurden die Promovierenden in zwei Kleingruppen eingeteilt. Eine Kleingruppe befasste sich mit Fragen rund um den Schreibprozess: Work-Life Balance, Verhältnis von Lesen und Schreiben, Zeitpläne etc. Die andere Kleingruppe befasste sich hauptsächlich mit methodischen Fragestellungen: rechtsgeschichtliches Arbeiten, interdisziplinäres Arbeiten, Rechtsvergleich etc. In diesen Kleingruppen hat sich gezeigt, dass es oft nicht auf das Rechtsgebiet ankommt, die meisten Probleme teilen sich alle. Deshalb war dieser Austausch auch wertvoll, um neue Perspektiven zu sehen, individuelle Fragen anzusprechen und von den Erfahrungen anderer zu profitieren.
Nach einem Tag voller Impulse, Diskussionen und Feedback ließen die Teilnehmenden den Abend in geselliger Runde mit Pizza und Getränken ausklingen, durch freundliche Unterstützung von Schalast Law Tax.
Die Rezeption fiel auch dieses Mal positiv aus. Die dritte Auflage findet in den nächsten Semesterferien statt. Dazu sind alle Doktorandinnen und Doktoranden der Juristischen Fakultät herzlich eingeladen. Nähere Informationen werden rechtzeitig bekanntgegeben.